Nobelpreis für Physik geht erstmals an Beweisstück

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 03.10.2018

Der Nobelpreis für Physik 2018 geht an den Amerikaner Donald J. Trump für den Nachweis von Paralleluniversen und die Bestätigung der String-Theorie.

Nobelpreis für Physik geht erstmals an Beweisstück

Der Preis gehe «zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht an einen Wissenschaftler, sondern an ein Untersuchungsobjekt», teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Dank «Beweisstück T.» sei es gelungen, die von theoretischen Physikern wie dem im März verstorbenen Stephen Hawking postulierten Multiversums- und String-Theorien unter realen Bedingungen zu studieren. Praktisch täglich kämen neue Beweise hinzu.

«Die Beobachtungsergebnisse der aktuellen Woche zeigen zum Beispiel, dass Untersuchungsobjekt T. in einer Welt existiert, in der Männer in einer beängstigenden Zeit leben, während es Frauen per se gut geht», so die Jury in ihrer Begründung: «Dies ist nur ein Indiz aus einer langen Liste von Phänomenen und Bedingungen in Trumps Welt, die zu unserer eigenen erfahrbaren Realität im Widerspruch stehen.»

Krumme Raumzeit

Fachleute halten allerdings Trumps Hinweise für die Richtigkeit der String-Theorie für noch bedeutender als die Existenz seiner Parallelwelt. Die erstmals in den 1960ern formulierte String-Theorie befasst sich mit den Grundbausteinen des Kosmos und versucht, die Grundfragen der Physik in einer Universalformel zu vereinen. Theoretische Modelle gehen dabei von einer Raumzeit mit bis zu 27 Dimensionen aus, wobei man sich die Dimensionen jenseits der für uns erfahrbaren vier als «aufgewickelt» vorstellen muss. In unmittelbarer Nähe von «Beweisstück T.» geraten diese Dimensionen jedoch völlig aus dem Lot. Ausgesprochen kleine Hände, Menschenansammlungen oder Regierungsergebnisse erscheinen auf einmal unermesslich gross. Demgegenüber verschwindet anderes wie zum Beispiel die Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, in einem singulär kleinen Punkt, aufgewickelt in einer für Donald J. Trump unzugänglichen Dimension.

Umgepolte Zeitachse?

Experten schliessen nicht aus, dass in der Parallelwelt von «Beweisstück T.» selbst die Zeit in umgekehrter Richtung verläuft. Das würde nicht nur erklären, weshalb dort als Fortschritt gilt, was hier als Rückschritt wahrgenommen wird, sondern auch, weshalb sich die kognitiven Fähigkeiten des diesjährigen Preisträgers von aussen betrachtet vom Kleinkind Richtung Fötus zu entwickeln scheint.

Neben den Gravitationswellen, deren Nachweis 2017 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden waren, zählt der Nachweis von Paralleluniversen zu den grössten Meilensteinen auf dem Gebiet der Physik in den vergangenen Jahrzehnten. Anders als Gravitationswellen, die sich nur mit extrem empfindlichen Detektoren messen lassen, wird die Trumpsche Parallelwelt vermutlich noch rund zwei bis sechs Jahre täglich neue Schockwellen aussenden.  

Trump reagiert erfreut

Donald J. Trump reagierte auf die Nachricht aus Stockholm in einem Tweet mit Genugtuung auf die «überfällige und verdiente Verleihung des Friedennobelpreises», was von Fachleuten als weiteren Beweis für die Richtigkeit des diesjährigen Vergabeentscheids gewertet wird.

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