Schneider-Ammann geht in Pension

Ralph Weibel | veröffentlicht am 25.09.2018

Nach acht Jahren tritt FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann zurück – endlich!

Schneider-Ammann geht in Pension
Marina Lutz | (Nebelspalter)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann nutzt eine seiner raren Wachphasen und tritt zurück. Mit den Worten «ich bin wach» ist er vor die vereinigten Schweizer Medienschaffenden getreten um mit der gewohnten Dynamik einer 100-jährigen Galapagos-Schildkröte seine Gründe darzulegen. Alle werden wir nie erfahren, weil reihenweise das Knallen von Köpfen einschlafender Journalisten auf die Tischplatten durch das Medienzentrum hallten. Schneider-Ammann betonte, mit 67 Jahren sei es sittlich, sich zurückzuziehen. Er werde aktiver Grossvater und ab und zu ein Palmölbad nehmen. Sein letzter politischer Erfolg, wie er betont. Eben habe der Ständerat, per Stichentscheid, ein Verbot verhinder… chrrrrr…

Wir bedanken uns, weniger für die geleistete Arbeit des Bald-Alt-Bundesrats, sondern dafür, dass er den Weg frei macht für Schlagzeilen zu einem «heissen Wahlherbst», der Frage, «wann zieht Doris Leuthard nach» und wir bekommen das «drehende Wahlkarussell» zu lesen. Auf dieses springt Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter – schon wieder ein Doppelname, der keine schlauen Schlagzeilen erlaubt ­– als erste auf. Mit seiner Rücktrittserklärung haucht Johann Schneider-Ammann der nationalen Politik nochmals so richtig ei-chrrrrrr…. 

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