Endlich: Papst erhält Spiezer Speck-Besteck

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 21.06.2018

Nach 264 glücklosen Pontifikaten hat es endlich geklappt - im Vatikan kann Speck endlich mit Spiezer Besteck verzehrt werden.

Endlich: Papst erhält Spiezer Speck-Besteck
(Nebelspalter)

Bundespräsident Alain Berset hat heute auf dem Genfer Flughafen Papst Franziskus das Spiezer Speck-Besteck übergeben, um das sich der Heilige Stuhl seit Jahrhunderten glücklos bemüht hatte. Kirchenexperten sehen die erfolgte Übergabe als wahren Grund für den aktuellen Papstbesuch.

Besteckhersteller dementiert 

Papst Franziskus zeigte sich denn auch sichtlich erfreut über die heutige Besteckübergabe. Grund für die Lieferverzögerung, die sich über volle 624 Pontifikate hinzog, sei eine jeweils sehr unglückliche Verkettung von Umständen in den Bereichen Auftragsannahme, Produktion und Auslieferung gewesen, wie ein Sprecher der Berner Oberländer Besteckmanufaktur am Rande der feierlichen Übergabe erläuterte. Der Firmensprecher versicherte, dass man die Probleme nun im Griff habe, 99 Prozent der Kundschaft sei schon immer termingerecht und zu voller Zufriedenheit beliefert worden. 

Nach Auswertungen von Historikern ist die Kunde von der gescheiterten päpstlichen Besteck-Bestellung die mit Abstand meist verbreitete und zitierte Nachricht auf Schweizer Staatsgebiet – dies, obwohl sie in sämtlichen regionalen Dialekten äusserst schwierig zu artikulieren ist. Unter Fachleuten umstritten ist, ob die lange Wartefrist auf Spiezer Speckbesteck am Anfang der sprichwörtlichen Langsamkeit der Berner oder von Schweizern insgesamt steht.  

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