SVP WARS: The Force Awakens

Roland Schäfli | veröffentlicht am 03.12.2015

Der galaktische Krieg der Parteien geht weiter! Die Fangemeinde von SVP WARS wartet voll Ungeduld auf die neue Episode.

SVP WARS: The Force Awakens
(Nebelspalter)

Der epische Krieg der SVP zieht sich schon seit dem 22. September 1971 hin, der Gründung und gleichermas­sen Urknall des SVP-Universums. Kaum einer hätte damals den überwältigenden Erfolg vorhergesehen. Für SVP-Fans, die es noch werden wollen, fasst der «Nebi» zusammen, was bisher geschah, in einem Bundeshaus, nicht weit, weit entfernt.

Episode 4: Der Todesstern
Das sinistere Imperium kreierte das absolute Machtinstrument: den Todesstern. Ein künstlicher Planet, der pulverisierte, was ihm in den Weg kam. Wer in seine Umlaufbahn geriet, wurde unweigerlich in einen Rechtsstreit hineingezogen und nie wieder losgelassen. Angsteinflös­send dargestellt wurde der Stern von Christoph Mörgeli. In dieser Episode gelang es den rebellischen Wählern, den Todesstern abzuwählen, der daraufhin implodierte und jetzt bei der «Weltwoche» Sternchen für gutes Betragen verteilt.

Episode 5: Die Linken schlagen zurück
Der Imperator, der die ganze Galaxis zu unterwerfen wünscht, ist Übervater der SVP und beherrscht die dunkle Seite der «Macht». Wenn er die «Macht» (harte Schweizer Währung) einsetzt, ist er unangreifbar. Darum grüssen sich Anhänger der dunklen Seite auch mit «Möge das Geld mit dir sein». Der Imperator hatte es schon fast zu Machtvollkommenheit gebracht. Doch gelang es den rebellischen Wählern in einem geheimen Handstreich am 12. Dezember 2007, ihn aus dem galaktischen Rat des Bundes abzuwählen und stattdessen eine Prinzessin aus dem Bündnerland, eine Abtrünnige, die zur guten Seite der Macht wechselte, in den
Rat zu teleportieren. Der Imperator schwor daraufhin Rache.

Episode 6: Die Rückkehr der Bürgerlichen
In dieser Folge wurde dem stetig wachsenden Publikum «Zottel» vorgestellt, das Weltraum-Maskottchen. Zottel sollte beim Volk zu einer der beliebtesten Figuren avancieren, vor allem darum, weil er, anders als die anderen SVP-Figuren, keinerlei Dialog hat. Nach einem dröhnenden Rechtsrutsch in der Galaxis musste die Prinzessin zurücktreten. Damit waren die Weichen gestellt für den Schlusskampf von SVP WARS: THE FORCE AWAKENS: den Fight um den Sitz im Rat des Bundes.

Und jetzt Episode 7: SVP-Bundesrat, Teil II
Viele Schweizer glaubten, es handle sich einfach um den fulminanten Schlussakt des von der SVP propagierten «Schlachtenjahrs Schweiz». Doch dass der Terror Europa erreicht und sogar in Winterthur IS-Zellen gebildet werden, hat nichts mit patriotischem Lichtschwerter-Rasseln zu tun. Die SVP verlangt darum, unsere Stormtroopers an die Grenzen zu entsenden, um den unaufhörlichen Strom von Nomaden dieser Wüstenplaneten zu unterbinden. Einen anderen Strom hingegen will die SVP nicht abstellen - den AKW-Strom. Ob WK-Stormtrooper, die kaum ihr Gewehr halten können, eine ganze Grenze halten, wird sich zeigen, wenn die alten Bunker an den Passübergängen wieder bezogen werden. Dazu müssen allerdings erst die darin untergebrachten Flüchtlinge umquartiert werden.

Derweil setzt die SVP eine «Findungskommission» ein, um willige Kandidaten für den Sitz im Rat zu finden (eine Idee des Verteidigungsministers, der seine Findungskommission zum Auffinden verlorener Militärausrüstung einsetzt). Es dauert lange, valable Kandidaten aufzutreiben, weil die SVP bereits unermesslich gross ist, aber auch, weil valable Kandidaten sich vor der Findungskommission verstecken. Von den anderen Parteien ist nichts zu vernehmen. Wohl auch darum, weil gerade jetzt niemand das Wort «Spreng-Kandidat» aussprechen will. Während alle anderen Regierungen der Galaxis der IS den totalen Krieg erklären, sieht die Schweiz mal wieder alles etwas im kleineren Rahmen. So erklärt der Rat den Antibiotika-Resistenzen den Krieg. Diese sehen unter dem Mikroskop aus wie kleine schwarze Dschihadisten. Geplant wird, die Winterthurer Resistenzen zu stürmen, wo IS-Einzeller wohnhaft sind.

Pünktlich zu Weihnachten stellt die SVP drei Weise vor, die aus fernen Kantonen kommen: die drei Königsanwärter Norman, Thomas und Guy. Wer von ihnen der Neger ist, zeigt sich dann am 8.12. Favorit ist der Deutschschweizer, der seine Gegner in Aeschi verwandeln soll. Was viele unterschätzen: Er ist ein treuer Anhänger des Imperators, der in diesem jungen SVPler die «Macht» sehr stark spürt. Die ganze Hoffnung des Imperiums ruht auf dem jungen Bundesrat, der die SVP-Macht in der Galaxis entfesseln soll.

loader