Fifa-Enthüllungen: Es kommt noch ganz dicke

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 05.06.2015

Der Weltfussballverband FIFA kommt nicht aus den Schlagzeilen. Fast stündlich gelangen neue Korruptions-Vorwürfe an die Öffentlichkeit. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, zeigen wir Ihnen deshalb, wie es in den kommenden Tagen weitergeht.

Fifa-Enthüllungen: Es kommt noch ganz dicke
(Nebelspalter)

Samstag, 6. Juni

Ein bisher unbekannter Sportfunktionär namens Joe S. Blades (79) aus Wales gibt seine Kandidatur für den FIFA-Vorsitz bekannt. Die Weltpresse mokiert sich über seinen unverständlichen walisischen Dialekt. 

Sonntag, 7. Juni

CNN meldet, dass Josef Blatter Stunden nach der Verhaftungswelle vor 10 Tagen einen lukrativen Werbevertrag abgeschlossen hat, um mit den Gesichtern der verhafteten Funktionäre für einen Hersteller von schwedischen Gardinen werben zu können. 

Roger Köppel kündigt eine Vortragsreise durchs Land an, um die Bevölkerung von der Wichtigkeit milliardenschwerer, steuerbefreiter Vereine zu überzeugen und vor falschen gesetzgeberischen Interventionen zu warnen.

Montag, 8 Juni 

Ein bisher unbekannter Sportfunktionär namens Guiseppe G. Pagina (79) aus dem Centovallis gibt seine Kandidatur für den FIFA-Vorsitz bekannt. Die Weltpresse mokiert sich über seinen ungewöhnlichen italienischen Dialekt.

In einem Exklusiv-Interview mit der Schweizer Illustrierten begründet Josef Blatter, warum er Joe S. Blades oder Guiseppe G. Pagina für geeignete Nachfolger hält, er schliesst aber auch weitere valable Kandidaten nicht aus. 

Dienstag 9. Juni

Die New York Times enthüllt, dass sich 1876 der Tüftler Bernard Bâlle nur dank einer Bestechungssumme von 40'000 Franken mit seinem kugelförmigen Spielgerät aus Leder  gegen den haushohen Favoriten Wolfgang Würfel und dessen zehnkantiges Tretobjekt durchsetzte. Fortan wurde der Sport mit einem Ball gespielt, während die Redensart «Der Würfel ist gefallen» bis heute an diesen Skandal erinnert. 

Mittwoch, 10. Juni

Ein bisher unbekannter Sportfunktionär namens Youssuf S. Albladdah (79) aus Katar gibt seine Kandidatur für den FIFA-Vorsitz bekannt. 

Ständerat Thomas Minder kündigt eine Absoccer-Initiative an, die verlangt, dass der bestechlichste FIFA-Mitarbeiter nur noch maximal zwölf mal mehr Schmiergelder kassieren darf als der unbescholtene Präsident. 

Donnerstag, 11. Juni

Die Washington Post deckt auf, dass hinter den Kulissen die Vorbeitung für eine vermeintlich demokratische Vergabe der WM 2026 nach Nordkorea bereits weit gediehen sind. Bei geheimen Testspielen kam es leider zu bedauerlichen Zwischenfällen, weil mehrere angereiste Gastmannschaften wegen des Absingens einer fremden Nationalymne umgehend exekutiert wurden.   

In der Weltwoche schreibt der Satirker Andreas Thiel, der als einer von wenigen das FIFA-Reglement merhmals integral gelesen hat, in einer Aufsehen erregenden Streitschrift, dass Fussball nur Kampf, Sieg, Foul und Strafe kenne und somit niemals «the world a bödr place» machen kann.  

Freitag, 12. Juni

Ein bisher unbekannter Sportfunktionär namens Pepe S. Pelati (79) aus Korubtistan gibt seine Kandidatur für den FIFA-Vorsitz bekannt. 

Samstag, 12. Juni

Russlands Präsident Putin streitet vehement ab, dass russische Bauarbeiter in einem Konvoi weisser LKWs nach Kiew, Warschau und Prag unterwegs seien, um dort in Overalls ohne Hoheitszeichen Fussballstadien für die Gruppenspiele der WM 2022 in Grossrussland zu bauen.

Edward Snowden informiert die Öffentlichkeit in einem Videointerview mit Russia TV, dass die USA mit ihren Strafverfahren gezielt den Fussball schwächen wollen, um ihre eigenen Trottel-Sportart American Football weltweit beliebter und damit interessanter für die Werbeindustrie zu machen.

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