Drama um Putins Koala-Bären

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 17.11.2014

Der Koala-Bär, der am G-20-Gipfel im australischen Brisbane von Wladimir Putin gehalten wurde, hat unmittelbar danach zurück im Gehege mehrere Eukalyptusbäume annektiert und die Kontrolle über den einzigen Gartenschlauch der Anlage übernommen.

Drama um Putins Koala-Bären
(Nebelspalter)

Eigentlich sollten die Kuschel-Koalas die Stimmung unter den mächtigsten Politikern dieser Welt auflockern, doch die Sache lief offenbar irgendwie schief. Das Koala-Männchen, das am Samstag dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgehändigt worden war, lebt seither völlig von den restlichen Bären der Gruppe isoliert und wird bei der Fütterung oder immer dann, wenn Zoobesucher Fotos schiessen wollen, an den Rand der Gruppe abgedrängt.

Allerdings kommen die Sanktionen der Bären-Gruppe gegen «Putins Koala» nicht von ungefähr: Dieser beansprucht seit seinem Zusammentreffen mit dem russischen Präsidenten zurück im Koala-Gehege im Ostteil der Anlage gleich mehrere zusätzliche Eukalyptusbäume allein für sich und hat offensichtlich gezielt den Wasserhahn zugedreht, der die Bäume im westlichen Teil des Geheges mit Wasser versorgt. Zu den weiteren Verhaltensauffälligkeiten des auf Twitter bereits #Vladibear getauften Männchens gehört ein attypisches Brusttrommeln bei aufrechtem Gang und die Tatsache, dass es offensichtlich wütend das regenbogenfarbene Logo des Zoos am Gehege-Zaun zu demolieren versucht.

Die Tierpfleger im lokalen Brisbane City Zoo zeigen sich ratlos. Klare Rezepte, wie das offensichtlich verwirrte Koala-Männchen wieder den Weg zurück in die Gruppe schaffen könnte, sind zur Stunde offenbar nicht vorhanden.

Weitere Artikel

loader