Einmal blinzeln, bitte!

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 01.10.2014

Das Smartphone hat unseren Alltag in wenigen Jahren so stark verändert wie kaum ein Gerät seit der Erfindung der achtklössigen Dampfnudel und bis zur Markteinführung der batteriebetriebenen Scholl-Hornhaut-Fräse.

Einmal blinzeln, bitte!
Swen (Silvan Wegmann) |

Smartphones werden inzwischen von 95 Prozent aller Menschen und Androiden unter 30 Jahren als integraler Bestandteil ihrer physischen Existenz betrachtet. Dieser Wandel hat bekanntlich Auswirkungen auf die Lesegewohnheiten. Während die erste Ausgabe des «Nebelspalter» 58 v. Chr. noch auf Pergament und Wachstafel erschien und von berittenen Boten verteilt wurde, dürfte das aktuelle Editorial voraussichtlich nur noch von 23 Prozent auf Papier und bereits von rund 77 Prozent auf dem Bildschirm eines Smartphones gelesen werden.

Für die stolzen Besitzer des neuen iPhone 6 Plus haben wir übrigens an der Stelle, wo der Bildschirm vermutlich inzwischen bereits geknickt ist und die meisten Pixel futsch sein dürften, extra den passenden Abstand im Text eingerechnet. Doch unser Themenschwerpunkt über Smartphones markiert zugleich den Scheitelpunkt einer Entwicklung. Bereits steht die Smartwatch vor der Tür. Und auch diese wird nur ein Durchgangspunkt sein, bis sich all die lebensnotwendig gewordenen Sensoren und Apps direkt mit unserem Gehirn verschmelzen lassen - und sich z.B. dieses Editorial in meiner Originalstimme als Bewusstseinsstrom in Ihrem Kopf manifestiert.

Möchten Sie den Text nochmal mit der Stimme von Christa Rigozzi hören, blinzeln Sie jetzt einmal. Für die Stimme von FDP-Nationalrätin Gabi Huber blinzen Sie zweimal. Wollen Sie weiter zum nächsten Artikel, drehen Sie den Kopf leicht nach rechts.

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