Apple plant weltweites GigaCharger-Netz

Marco Ratschiller | veröffentlicht am 10.09.2014

Weil die mit Spannung verfolgte Apple-Keynote vom Dienstag von einer alternden irischen Rockband massiv gestört wurde, konnten «two more things» nicht mehr vorgestellt werden, wie der Tech-Gigant heute bekannt gab. Als Vergeltungsmassnahme hat Apple entschieden, das neue Album der Band ab sofort kostenlos auf iTunes verfügbar zu machen.

Apple plant weltweites GigaCharger-Netz
(Nebelspalter)

Die Guerilla-Aktion der Musiker, die unter dem Namen «U2» vor allem in Weltverbesserer-Kreisen eine gewisse Bekanntheit geniesst, hat dazu geführt, dass Apple einen wichtigen Pfeiler seiner Smartwatch-Strategie erst heute per Kommuniqué publik machen konnte. So soll vorab in den USA und Westeuropa ein Gigacharger-Netz mit rund 500 Stationen entstehen, an denen «Apple Watch»-Besitzer unterwegs ihre Uhren aufladen können - für alle Besitzer des Spitzenmodells in 18k Gold sogar gratis. Dieses Versorgungsnetz gilt laut Experten als zentraler Baustein, um potenzielle Uhrenkäufer von der «Apple Watch» zu überzeugen, denn über die Akkuleistung, bzw. die Gangautonomie hat sich der Konzern in Cupertino auffällig ausgeschwiegen.

Plagiats-Vorwürfe

In Apple-Foren wurde dieses Versorgungsnetz mit grosser Begeisterung aufgenommen. Zugleich wurden Vorwürfe laut, der amerikanische Elektroautohersteller Tesla habe die Idee bereits abgekupfert und baue ein eigenes Supercharger-Netz.

App steuert nächste Ladestation an

Übrigens soll eine spezielle App auf der Uhr im Zusammenspiel mit einem iPhone die Route zur nächst gelegenen Ladestation weisen. Es empfiehlt sich, die Funktion gleich nach dem letzten Ladezyklus zu starten, damit der Akku sicher bis zur nächsten Station reicht. Sollte es dennoch einmal nicht reichen, spielt die Uhr mit der letzten Akkupower ein Schulungsvideo ab, das zeigt, wo man in der eigenen Umgebung im Notfall die Uhrzeit findet oder wie man mit dem Daumen an der Handwurzel den Puls messen kann.

Ist «Apple Earn» vielleicht sogar der grösste Knüller?

Im Lärm der bereits erwähnten Band untergegangen ist auch der Dienst «Apple Earn», der als Ergänzung zum vorgestellten «Apple Pay» gedacht ist, und der es erlaubt, dass Ihr Arbeitgeber künftig Ihr Gehalt direkt an Apple überweist, wo Sie online sogar in einem bestimmten Rahmen Einstellungen vornehmen können, wie viel Geld Sie monatlich für Ausgaben ausserhalb der Apple-Verwertungskette ausgeben können. Auch dieser Dienst ist, abgesehen von einer 30-prozentigen Kommission, völlig kostenlos. Die Firma folgt damit auf überzeugende Art weiter der Devise, das Leben seiner Nutzer so einfach und intuitiv wie möglich zu machen.

Mehr zu diesem Dienst erfahren Sie an dieser Stelle, sobald unser Technologie-Redaktor den nächsten Monatslohn überwiesen erhalten hat.

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