Week END - der satirische Wochenrückblick

Roland Schäfli | veröffentlicht am 26.08.2013

Die wichtigsten Ereignisse der letzten Tage - nochmals für Sie zusammengefasst.

Week END - der satirische Wochenrückblick
  (Nebelspalter)

MONTAG
Kritisieren die deutschen Krimi-Zuschauer des Schweizer «Tatorts»: die Handlung sei ja total unrealistisch! Entgegnen die Produzenten: der Plot seit tatortsächlich in der Schweizer Realität verwurzelt! Kommissar Stefan Gubser muss einen illegalen Lehrling - eingeschmuggelt von einem Bundesrat, der einen Schlepper-Ring betreibt - in Handschellen abführen, weil er an Bord eines Zürichsee-Schiffs einen Apfelschnitz gegessen hat. An Land wird der Wehrlose dann von einem Luzerner Elitepolizisten verprügelt und schliesslich gemäss einer Empfehlung der CVP für härteren Umgang mit jugendlichen Straftätern an einen Internet-Pranger gefesselt.

DIENSTAG
Nicht unsere Schlaf-, sondern unsere Schulzimmer werden ausspioniert! Microsoft kopiert sensible Daten von Schweizer Schülern (selbst privateste Aufzeichnungen wie den Aufsatz «Mein schönstes Ferienerlebnis»), da aus dem Schüler Hänschen mal der Banker Hans werden könnte («Mein schönstes Bonus-Erlebnis»). Das stört Schweizer Datenschützer weit mehr als die Schüler selbst. Die haben nichts gegen Abschreiben, tun das öfters sogar selbst.

MITTWOCH
Jean Ziegler, von sämtlichen Gremien für den UNO-Menschenrechtsrat abgelehnt, von einigen Kritikern gar als Coop-Krüppelgemüse beschimpft, hat sich somit qualifiziert, gegen den Willen aller als Blick-Chefredaktor eingesetzt zu werden.

Es mehren sich Hinweise, El Kaida beabsichtige den Schienenverkehr lahmzulegen. Entwarnung für die Schweiz: Hierzulande wird das von den SBB schon selbst besorgt. Der Polizeiverband sieht es als dringlicher an, gegen Laserpointer vorzugehen (die El Kaida verfügt nicht über solche hochentwickelte Technologie). Träger solcher Waffen müssen damit rechnen, von Luzerner Elitepolizisten verprügelt zu werden.

DONNERSTAG
Zigaretten könnten auf 11 Franken aufschlagen. Maximilian Schell sieht sich ausserstande, seiner 47 Jahre jüngeren Frau zu erklären, wie billig das Rauchen vor ihrer Geburt war.

Wird in Luzern in einem Kieswerk doch tatsächlich ein Mammutzahn gefunden! Der dürfte ihm von einem Luzerner Elitepolizisten ausgeschlagen worden sein.

FREITAG
Wenn es nach Didier Burkhalter geht, könnte der EU-Gerichtshof gleich den Fall von Philipp Hildebrand verhandeln, der eben von der Bundesanwaltschaft angeklagt wird, in der Nationalbank mehr verbrannte Erde hinterlassen zu haben als ein Wegwerf-Grill.

Die CVP muss ihre Zeitschrift «Die Politik» einstellen. Blocher, übernehmen Sie! Zugegeben, dieser Witz hat einen Bart. Genau wie Schawinski.

Bitte nehmen Sie sich Zeit für die Umfrage der Demoscope: Halten Sie diesen Beitrag für antisemitisch? Würden Sie sich generell mehr antisemitische Beiträge wünschen? Finden Sie die Witze koscher?

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