Week END - der satirische Wochenrückblick

Roland Schäfli | veröffentlicht am 16.08.2013

Die wichtigsten Ereignisse der letzten Tage - nochmals für Sie zusammengefasst.

Week END - der satirische Wochenrückblick
  (Nebelspalter)

MONTAG
Locarno: Zwei Filme wetteifern um den Preis für den «Skandal-Film des Jahres», wobei «Feuchtgebiete» den Film um Christoph Blocher, «Trockene Periode», um eine Gurkenlänge schlagen könnte. Eine Altersfreigabe wurde erteilt, damit auch alte Menschen wieder mal ins Kino dürfen. Ein Impfzwang besteht gemäss Bundesrat Alain Berset beim Blocher-Film nicht. Obwohl Toni Brunner trotz neu bestätigter politischer Immunität nicht dagegen immun war, sich von der Freude anstecken zu lassen.

DIENSTAG
Schweiz Tourismus weint Krokodilstränen: In der Schweiz werden Ausländer diskriminiert, indem ihnen Jobs vom Geheimdienst aufgezwungen werden! Das RAV legt Wert auf die Feststellung, dass es allein ihm  vorbehalten sei, jemanden zur Arbeit zu zwingen. Für die SVP ist die amerikanische Vorverurteilung einer Zürcher Handtaschen-Verkäuferin ein Grund mehr, sich mit einer neuen Volksinitiative gegen fremde Richter zu wehren: die Bundesverfassung sei höher zu gewichten als Völkerrecht. Man ist nämlich in erster Linie Schweizer, und erst in zweiter Linie Mensch.

MITTWOCH
Gemäss vom Bundesamt für Statistik neu ermittelter Armutsquote ist jede 13. Person in der Schweiz armutsgefährdet. Tatsächlich müssten sich 13 arme Menschen zusammentun, um in Zürich eine einzige Handtasche kaufen zu können. Ihre statistische Quote erfüllen gemäss SUVA auch jene 25000 Lehrlinge, die jedes Jahr verunfallen. Die meisten davon im 1. Lehrjahr, und die meisten davon gleich zu Beginn. Lehrlinge sollten darum am besten gleich den ersten Tag schwänzen. Mit ein Grund für das häufige Verunfallen könnte Restalkohol sein. Gemäss einer anderen Studie, diesmal eine der Uni Zürich, sind nämlich junge Biertrinker häufiger in Unfälle verwickelt. Gemäss Armutsquote erhalten viele der wegen Trunkenheit verunfallten Lehrlinge vom Lehrmeister dann ein Armutszeugnis. Preisüberwacher Stefan Meierhans moniert die hohen Preise für überflüssige Studien. In Auftrag gegeben wird darum eine Studie, ob weitere Studien nötig sind.

DONNERSTAG
«Blick» hat fürs Sommerloch ein neues Publikumsspiel erfunden, das populärer als Blick-Bingo werden könnte: mehrere Personen umkreisen einen einzelnen Sessel, um diesen dann so schnell wie möglich zu besetzen. Die Leserschaft würde eigentlich gern mitmachen, doch wird rein intern um den   Chefredaktorensessel-Wanderpokal gespielt.

Mohamed, Muhamed, Golahmed und Mahmoud ? besser bekannt als ?The Fellowship of the Ring? ? haben in Solothurn gegen ihre Asylbehausung demonstriert, weil sie selbst für Hobbits zu klein sei. Die Polizei hat  sie gemäss einem Bestraftungskultur-Konzept der SBB auf noch viel schlimmere Asylzentren verteilt, unter anderem in ein Hochhaus ohne Lift.

FREITAG
 Neues Ungemach für die Schweiz aufgrund einer diskriminierenden Aussage eines internationalen Prominenten: Roman Polanski lässt zu seinem 80. Geburtstag verlauten «Ich habe mich an den Tod gewöhnt.» Polanski lebt gewohnheitsmässig in Gstaad, wo die Preise mörderisch sind und er täglich in die gelifteten Gesichter seiner Nachbarn blicken muss.

Die Meldungen zu Saubers Rennstall decken sich in frappierender Weise mit jenen zu den Sex-Boxen in Altstetten: Obwohl die Russen anfänglich grosses Interesse signalisierten, hat noch niemand einen Boxen-Stopp eingelegt. Die Eröffnung in Altstetten könnte sich verzögern, da IKEA soeben seine Kinderbetten zurückruft. Es ist nun an Bundesrat Johann Schneider Ammann zu prüfen, ob es gegenüber Tankstellen-Shops fair ist, dass in Altstetten auch nachts Fleisch verkauft werden darf.

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