Week END - der satirische Wochenrückblick

Roland Schäfli | veröffentlicht am 27.07.2013

Die wichtigsten Ereignisse der letzten Tage - nochmals für Sie zusammengefasst.

Week END - der satirische Wochenrückblick
  (Nebelspalter)

MONTAG
Die Fruchtblase ist geplatzt! Und gleich darauf folgen in St. Gallen Babygeschrei und volle Windeln. Nach dem Erdbeben, ausgelöst durch das Geothermie-Bohrloch, verliert SVP-Nationalrat Lukas Reimann jegliches Vertrauen in Löcher, die in den Boden gebohrt werden, insbesondere bodenlose, die Geld schlucken. Zur Herstellung von schwarzen Löchern sei schliesslich das Cern zuständig.

DIENSTAG
«It's a Toy!» Dieser Ausruf zum Babyglück von Michelle Hunzikers Mann geht um die Welt.

Auch er wird traditionell mit Kanonenschüssen empfangen: Christoph Mörgeli verlangt von SRF die  Aufarbeitung seiner Rolle als «Doktorvater». Bei der «Rundschau» sieht man der Forderung gelassen entgegen, statt dass für künftige Klagen wie bei UBS Millionen von Rückstellungen tätigt würden: «Wir könnten nicht glücklicher sein.»

Nächster Akt in der Kopftuch-Debatte: SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner fordert ein Verbot für Kopfhörer in der Öffentlichkeit. Er könnte an der Religionsfreiheit scheitern, machen Schüler doch religiöse Gründe für das Hören von Singsang ihrer Götzen geltend. In diesem Fall müsste Giezendanner wie Roger Federer einen grösseren Schläger nehmen.

MITTWOCH
Ein Nachbeben bei Bernhard Thurnheer löst in der Boulevard-Presse starke Erschütterungen aus: Obwohl er einige Risse in der Fassade aufweist und als Schadensfall gemeldet ist, wird bei Beni eine neue Rekordtemperatur gemessen. Da er dank neuer Freundin mit geschwellter Brust herumläuft, muss ein SRF-Radiomoderator umgehend seinen Brustumfang messen.

Nachdem den Linken als politisches Thema das Waldsterben abhanden gekommen ist, kämpfen sie nun gegen das Mediensterben an. Um die bedrohte Spezies des Journalisten zu erhalten, wollen die Sozialdemokraten die Medienschaffenden in Wildpärke in Bulgarien auswildern. Dort sollen Journis mal den Wald vor Augen haben, den sie sonst vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, respektive, der für Zeitungspapier abgeholzt wird. Nähern Boulevard-Journalisten sich menschlichen Siedlungen, sollen sie allerdings abgeschossen werden dürfen.

DONNERSTAG
Die Schweiz hat endlich eine Femen-Filiale für Frauen, die sich für politisches Bodypainting und für ein Verbot von gepunkteten Polka-Kleidern einsetzen.

Viel Wind um den Schweizer Luftverkehr: Pilatus liefert Flugzeuge ans US-Militär. Die Baupläne hatten die Amerikaner schon, nur die Herstellung wurde noch outgesorct. Die Swiss hingegen muss wegen Gewichtsproblemen Passagiere wieder ausladen. Was beim TCS-Heliflug nicht passieren kann, da der Pilot einen Passanten bitten müsste, beim Ausladen zu helfen. Und inskünftig wird man sich auf Notruf 144 erst durchwählen müssen: ?Möchten Sie von der Rega gerettet werden? Dann klicken Sie 1. Möchten Sie von Air-Glaciers gerettet werden? Wenn Sie Ortskenntnisse haben, dann klicken Sie 2.? TCS hat allerdings auch dagegen bereits angekündigt, sie wollen die Nummer 1 sein.

FREITAG
Aus dem Gefängnis im Kanton Waadt entkommen schon wieder Häftlinge. Wenigstens für diese Abschleicherliste interessiert sich die amerikanische Steuerbehörde nicht.

Die offizielle Schweiz hat den Engländern noch immer nicht zum Baby gratuliert. Statt dessen haben wir unsere Nachsteuern an Grossbritannien überwiesen (wir haben 3 Einzahlungsscheine für total 372 Mio Franken erhalten). Ein einfaches Glückwunschkärtli hätte auch gereicht!

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