Week END - der satirische Wochenrückblick

Roland Schäfli | veröffentlicht am 05.07.2013

Die Top-Ereignisse der letzten Tage - nochmals für Sie zusammengefasst.

Week END - der satirische Wochenrückblick
  (Nebelspalter)

MONTAG
Zwangsheirat gilt seit diesem Montag nicht mehr als Nötigung. Am selben Tag sind Tausende junge Schweizer in die RS eingerückt, die trotzdem irgendwie das Gefühl haben, sie seien zum Bund genötigt worden.

Ein Filmemacher lässt sich ertappen: Mit Minikameras drehte er auf Damen-Toiletten einige Kammerspiele. Vielleicht muss dieses Örtchen ebenso wie der Finanzplatz transparenter werden ? hier werden ja auch geheime Geschäfte abgewickelt. Überraschend an der Affäre ist einzig, dass ein Zürcher Regisseur die Arbeit aufnimmt, ohne dass er zuvor Fördergelder von Bund und Kanton erhalten hat.

DIENSTAG
Edward Snowden, die grösste Petze aller Zeiten, sucht um Asyl in der Schweiz nach, weil er in Russland kalte Füsse kriegt. Der Spion, der an die Wärme kommt, darf sich nicht wundern, wenn wir ihn dann in unser landeseigenes Sibirien verfrachten: in ein Bündner Tal, wo?s keinen Handy-Empfang gibt und wo nach den Sommerferien die Laustante vorbeikommt, um ihn auf Wanzen zu untersuchen.

Christoph Blocher hat sich die BAZ gekauft. Er hängt sie gleich neben seinen neuen Anker.

MITTWOCH
Migros und Coop promoten das Self-Scanning. Ladendiebe nutzen bereits das Angebot zur Selbstanzeige. Seit diesem automatischen Datenaustausch bewerben sich bei den Grossisten immer mehr Banker mit ausgezeichnetem Leistungsausweis.  Für Kunden, die den Menschen an der Kasse vermissen, wird der Computer so programmiert, dass er auch beim tausendsten Einkauf fragt:  ?Cumulus-Karte? Cumulus-Karte??

Die Proteste der Bevölkerung gegen den Machthaber waren unüberhörbar geworden. Würde die Armee putschen? Demonstranten skandierten pausenlos: ?Hau ab! Hau ab!?. Vielleicht sollte König Roger wirklich abdanken.

DONNERSTAG
Die Uni Zürich reicht Strafanzeige gegen Christoph Mörgeli ein, weil er auf einer Folie geheime Namen gezeigt hat. Überschätzt man damit nicht die Gefahr von Whistleblowern, die heutzutage noch einen Hellraumprojektor benutzen? Trotzdem verlangt die Uni als Strafe für ihren Ex-Professor die Guillotine-Klausel.

FREITAG
Dass die Minister auf ihrem Bundesratsreisli noch eine unplanmässige Spritztour mit ihrem Schützenpanzer unternahmen und in Rheinau einen Kornkreis in ein Feld fuhren, ist ein Gerücht. Ebenso ist reine Propaganda, dass es sich dabei um ein geheimes Zeichen von Eveline Widmer-Schlumpf an einen US-Satelliten handelt. 

Diese Woche verabschiedeten wir uns von AltaVista. Jawohl, Christine Meier verlässt das Schweizer Fernsehen.

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