Week END - der satirische Wochenrückblick

Roland Schäfli | veröffentlicht am 22.06.2013

Die Top-Ereignisse der letzten Tage - nochmals für Sie zusammengefasst.

Week END - der satirische Wochenrückblick
  (Nebelspalter)

MONTAG

Bundesrat Berset macht Frauen das Pensionsalter 65 beliebt: Nachdem am Sonntag seine Vision der AHV-Revision durchsickerte, fangen am Montag zahlreiche Arbeitnehmer bereits eine Stunde früher an, um schon mal vorzuarbeiten. Der Aufstand der Frauen lässt allerdings nicht lange auf warten. In den Büros stehen die Frauen auf, statt sich auf ihre hart erkämpften Arbeitsplätze zu setzen.

Ex-Miss Schweiz Linda Fäh hat einen Facebook-Stalker, der sich für sie ausgibt. Ihre Behauptung irritiert. Denn weshalb sollte sich jemand ausgerechnet als Ex-Miss ausgeben, wo doch Ex-Missen diesem Image zu entfliehen suchen?

DIENSTAG

Ja, es wird immer knapper: Michelle Hunzikers Bikini und die Zeit zwischen den Wehen der Steuerdeal-Abstimmung. Michelles Schwangerschaft versinnbildlicht das aufgeblähte Bankgeheimnis, während der Ständerat heute mit dem US-Steuerabkommen schwanger geht. Wird es eine Zangengeburt? Ist es ein Wunschkind oder doch durch mangelnde Verhütung entstanden? Und vor allem: darf man das Baby nach seiner Patin «Eveline» nennen? Schliesslich stimmt der Ständerat dafür, das Feigenblatt des Bankgeheimnisses noch ein bisschen länger zu tragen.

MITTWOCH

Offenbar war es doch eine Schein-Schwangerschaft: Der Nationalrat lehnt den US-Steuerdeal abermals ab. Hauptgrund dürfte sein, dass der Inhalt nicht bekannt ist, ganz anders als bei US-Trailern, die immer schon die ganze Handlung und den Schluss verraten. Die CIA kannte den Nationalratsentscheid bereits vor dessen Abstimmung.

Vor der Abzocker-Abstimmung hatte die Economiesuisse gedroht, es würde zu Abwanderungen kommen - hatte dabei aber nicht erwähnt, dass damit nur ihre eigene Führungsriege gemeint war. In einer Palastrevolution wird nun die ganze Regierung ausgewechselt. Obama zieht die Red Line: die USA werden intervenieren, wenn es im Wirtschaftsdachverband noch mehr zu stinken beginnt.

DONNERSTAG

Die Veröffentlichung der TV-Einschaltquoten ist vom Sender 3+ erneut per superprovisorischer Verfügung verhindert worden. Die letzte Hoffnung der Branche auf Freigabe der Daten ruht nun auf Edward Snowden (der übrigens dringend ein neues Foto von sich posten sollte).

150 Jahre alt ist der SAC, ebenso alt wie seine Outdoor-Toiletten, in denen die Nullstern-Hotelkette das nachweislich raueste Toilettenpapier verwendet. Sind sie zu stark, bist du zu schwach.

FREITAG

Gemäss einer Studie des Gesundheitsobservatoriums ist leichte Depressivität in der Schweiz weit verbreitet. Die meisten Leser dieser Studie verfielen tatsächlich augenblicklich in eine leichte Depressivität. 16 Prozent der Befragten geben an, an Depressionssymptomen wie Energielosigkeit zu leiden, darunter auch die Verfasser der Studie selbst. Diese Energielosigkeit ist nicht zuletzt zurückzuführen auf die Absicht des Bundesamts für Strassen, die Autobahnen energielos zu betreiben, indem die Lichter gelöscht werden. Gemäss einer weiteren brandneuen Studie, publiziert im «Blick», macht Kaffeetrinken koffeinsüchtig. Kafiholiker weisen Symptome wie Minimalismus auf, manchmal schreiben sie nicht einmal ihre Sätze f

 

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