Mark Zuckerberg

Jan Peters | veröffentlicht am 31.05.2012

Redaktionelle Vorbemerkung: Unmittelbar nach dem vermasselten Facebook-Börsengang wurde spekuliert, warum sich die Renditeerwartungen nicht so toll erfüllt hatten wie erhofft. Wir haben diese komplexe Thematik an Jan Peters, Markenbotschafter und Experte für Offshore-Banking, Mädchen-, Waffenhandel, soziale Netzwerke, Geiselnahmen und ähnliche Geschäftsmodelle zwecks Analyse übergeben.

Mark Zuckerberg
Michael Streun | (Nebelspalter)

Liebe Leserinnen und Leser! Es trifft sich in diesem Kontext günstig, dass uns soeben eine Depesche unseres Freundes Mark Zuckerberg erreicht. Mark äussert sich betroffen darüber, dass er beim Going Public seines Vorzeigeunternehmens so vielen bösartigen Unterstellungen ausgesetzt gewesen sei. [Werden Sie Fan dieses Satzes: Press key on keyboard. ] WARNING: Some experts say that the use of any keyboard may be hazardous to your health. Wenn Sie trotzdem Fan Ihres Keyboards werden wollen, pressen Sie Anhängerschlüssel.

Sodann schreibt uns Mark, dass er eine offene Welt mit sich öffnenden Menschen möchte. [Wenn Sie das auch wollen, öffnen Sie Ihren Geldbeutel und abonnieren Sie den Nebelspalter.]

Bei der weiteren Lektüre des Briefes von Mark, den wir Ihnen gleich in einigen Passagen offenlegen werden - schliesslich leben wir in einer offenen Welt mit offenen Menschen, wie Mark schreibt - fiel uns auf, dass der Brief in US-English abgefasst war, nämlich beginnend: «Dear Readers of the Fogsplitter of Switzerland ...»; damit Sie sich nicht zu sehr mit der Übersetzung abquälen müssen, setzen wir diesen Artikel auf Deutsch fort.

Mark sagt ganz offen weiter, dass er tief betroffen sei, dass man ihm - beziehungsweise der von ihm mit der Aktienplatzierung an der New York Stock Exchange/Nasdaq beauftragten sauberen Konsortialbank Morgan Stanley - vorwerfe, es seien üble Mauscheleien vorgekommen. For example hätte Morgan Stanley den Aktienkurs beim Initial Public Offering entweder aus Blödheit oder aus Tücke zu hoch angesetzt, Grossinvestoren aber über diese Manipulation undercover und zeitnah [Wenn Ihnen dieses Wort gefällt, benutzen Sie es doch selbst auch mal in Ihren Schriftstücken - Ihre Leser werden Fans von Ihnen werden und entsprechende Keys drücken] informiert. Mark sagt ganz offen in seinem Brief dazu, dass er sich frage, wie man ein solches Verhalten als unsauber ansehen könne; Banken würden schliesslich immer so arbeiten. Offene Menschen in unserer offenen Welt wissen so etwas. Spätestens seit Dagobert Duck.

Im dann folgenden Absatz macht sich Mark Gedanken darüber, wie die Welt ohne Facebook aussähe. Weniger offen, sagt Mark.

Und zumindest für BMW-Besitzer im Kanton Aargau wesentlich langweiliger, sagen wir. Facebook hat immerhin dazu beigetragen, dass in Nordafrika eine Revolution stattfand. Die wiederum Tunesier auf die Idee brachte, Asyl in der Schweiz zu beantragen. Jetzt sitzen die Herren Afrikaner im Aargau rum und wissen nichts Rechtes mit sich anzufangen. Wären da nicht diese vielen schicken BMWs, denen man nachts die Airbags entnehmen kann. Ein Ersatzteilbeschaffungsverfahren, für das die Tunesier im Aargau renommierte Asylkompetenzzentren aufgebaut haben.

Mark sagt - und dies schreiben wir jetzt einmal all jenen ins Stammbuch, die der Meinung sind, Facebook sei zu nichts nütze, aus­ser Mark zum Milliardär zu machen - dass alles anyway ein riesengrosses Missverständnis sei.

Sind Sie verheiratet? Dann wissen Sie ja, wie das damals bei der Hochzeit war: Neben der demütigenden Entgegennahme von sinnfreien Geschenken wie beispielsweise 16 Tortenschaufeln und 28 Zitruspressen hatte man zusätzlich die Heimsuchung durch eine ausgehungerte Verwandtschaft, die man immer nur an Hochzeitsfeiern sieht, zu überstehen. In aller Regel sah man sich nach Abflauen der Festivitäten mit dem Ruin konfrontiert.

Um solchen pekuniären Unerträglichkeiten entgegenzuwirken, so schreibt Mark abschliessend, habe seine damalige Verlobte angeregt, dass man doch vor der Eheschlies­sung das Familiensilber verscherbeln könnte; und abgesehen von Schrottaktien habe man halt nix zu verramschen gehabt. Sagt Mark ganz offen.

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