Afghanistan - mehr Fehler zu begehen, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit

Afghanistan - mehr Fehler zu begehen, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit

In Afghanistan werden seit 20 Jahren Fehler begangen und die Gefahr ist gross, diese Fehlerquellen nach Europa und in die Schweiz zu importieren.

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von Markus Melzl am 26.8.2021, 10:00 Uhr
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In Afghanistan erleben aktuell die USA, ihre Natoverbündeten sowie unzählige Organisationen und NGO’s ihr Waterloo. Wer einem solchen Land Frieden und Demokratie nach westlichem Muster verordnen will und dazu 20 Jahre lang den Finger am Abzug seiner Waffe halten muss, liegt nicht erst seit jüngster Zeit falsch. Man hat sich die ganze Zeit über nie die Frage gestellt, ob man nun Befreier oder Besatzer ist, so wie man sich auch nie gefragt hat, wohin die gigantischen Summen an Hilfsgeldern geflossen sind.
Wie schon lange bekannt, haben Präsident Aschraf Ghani, seine Entourage und ein riesiger Beamtenapparat wie die Maden im Speck gelebt. Offenbar gehörten Korruption zur Tagesordnung und die ins Land gepumpten Gelder kamen nie wirklich bei der bedürftigen Bevölkerung mit einer Armutsquote von 75 Prozent an. Skandalös auch die Arbeit der Geheimdienste, welche trotz einem Heer von Spionen, Agenten und Informanten die jüngste Entwicklung in vielerlei Hinsicht nicht richtig eingeschätzt und die Schlagkraft der Talibankämpfer vollends unterschätzt haben.

Herzblut für nichts

Offenbar wurde auch verdrängt, dass viele afghanische Bürger der offiziellen Regierung misstrauten und viele Menschen die Taliban nicht derart ablehnten, wie dies immer und immer wieder kolportiert wurde.
Um den Showdown «Afghanistan» zu veranschaulichen, empfiehlt sich ein Blick auf das Vorgehen der bundesdeutschen Politik. Während die Talibankämpfer bereits dabei waren, Kabul unter ihre Kontrolle zu bringen, liessen der deutsche Aussenminister Heiko Maas von der SPD und die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU jeglichen Leadership vermissen.
Bei den nicht militärischen Sicherheitskräften wie der Polizei zeigt sich dramatisch, wie 20 Jahre Mühlsal in wenigen Tagen zunichte gemacht wurde. Gerade die deutschen Polizeiinstruktoren haben viel Herzblut in die Ausbildung der afghanischen Polizei gelegt und so standen auf dem Lehrplan nicht nur Einsatztaktik, Materialkunde und das polizeiliche Vorgehen.

Wir müssen gar nichts

Es wurden auch Polizeiethik, die Achtung der Menschenrechte und die Grundlage aller Massnahmen nach den Prinzipien «Notwendigkeit, Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit» vermittelt. Diese westlichen Polizeiausbilder dürften sich heute samt und sonders verarscht vorkommen.
Die US-Demokraten müssen sich in Anbetracht ihres restlos überforderten Präsidenten Joe Biden die Frage stellen, ob sie zur Verhinderung von Donald Trump einen Kandidaten aufgestellt haben, welcher mental ausserstande ist, die Weltmacht Amerika zu führen. Und jetzt verlangt hierzulande die links-grüne Politik, dass unverzüglich 10’000 Afghanen aufgenommen werden müssen. In etwa so, wie der Grüne Parteichef Balthasar Glättli schon mal 100’000 Syrer aufnehmen wollte.
Erstens müssen wir gar nichts und wer wie Deutschland 2015 Tür und Tor öffnet, darf sich nicht wundern, wenn im Zuge der Flüchtlingsströme auch Personen in unser Land einreisen würden, welche eine erhebliche Gefahr für die innere Sicherheit darstellen. Deshalb Finger weg von solchen Abenteuern.

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