«Wenn man mal drin ist, ist es überhaupt nicht mehr schlimm!»

«Wenn man mal drin ist, ist es überhaupt nicht mehr schlimm!»

Heute erscheint der neue, gedruckte Nebelspalter. Dieser ist nicht nur neu, sondern neuer. Mit einer aufgehübschten Titelschrift estrahlt er in neuem Glanz. Geblieben ist das Lesevergnügen.

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von Ralph Weibel am 27.8.2021, 07:00 Uhr
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Der meistgehörte Ausruf im Sommer ist: «Wenn man mal drin ist, ist es überhaupt nicht mehr schlimm!» Ausser vielleicht im vergangenen Sommer, als die Frage «Bist du geimpft?» zumindest gleich oft zu hören war. Das Wetter gab ja wenig Anlass, ins (ab-)kühlende Nass einzutauchen. Ausser man hat sich in den Ferien in eines der südlichen europäischen Länder verirrt, wo sie als Huldigung an uns Schweizer wochenlang Höhenfeuer entzündeten. Eigentlich herrschte den ganzen August über ein einziges 1.-August-Feuer.
Doch daran haben Sie wohl kaum gedacht, als Ihnen der aktuelle ‹Nebelspalter› ins Haus geflattert ist. Unübersehbar in einem neuen Sommerkleid, welches er sich zugelegt hat. Wobei, so neu ist es nun auch wieder nicht, wie ein Blick auf eine über 100 Jahre alte Ausgabe mit dem fast gleichen Schriftzug im Inneren des Heftes beweist. Es kommt ja alles wieder, auch in der Mode. So gesehen ist zu befürchten, dass Schlaghosen irgendwann wieder modern werden. Zugegeben, ich hatte anfangs ebenfalls etwas Schwierigkeiten, mich an die neue Schrift zu gewöhnen, aber «wenn man mal drin ist, ist es überhaupt nicht mehr schlimm».
Ähnlich verhält es sich mit dem Inhalt im neuen Heft. Nach der Übernahme des Titels und dem Aufbau einer Online-Redak­tion erfolgt allmählich die Realisierung, die sich so etablierte Verwandte wie den französischen «Canard enchaîné» zum Vorbild nehmen. Dieser vermischt seriösen Recherchejournalismus und Satire. Wobei in dieser verrückten Welt das eine oft nicht vom andern zu unterscheiden ist. Gerne lade ich Sie ein, einzutauchen, und bin überzeugt, Sie werden zum Schluss kommen: «Wenn man mal drin ist, ist es überhaupt nicht mehr schlimm!»

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