SRF-Programmvorschau
Nicht nur «Carlos» verdient eine zweite Chance
publiziert: Freitag, 3. Okt 2014 / 14:03 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Okt 2014 / 21:51 Uhr
Spielt vermutlich die Rolle des Badener Stadtammanns: Christian Kohlund
Spielt vermutlich die Rolle des Badener Stadtammanns: Christian Kohlund

Jeder hat eine zweite Chance verdient. Sogar die SRF-Filmemacher hinter dem «Fall Carlos». In einem zweiten Dokfilm räumten die Autoren Hanspeter Bäni und Simon Christen mit dem Vorwurf der Kuschel-Justiz auf und zeigten die ganze Härte des Sondersettings für einen straffälligen 17-Jährigen. Wie der «Nebelspalter» weiss, wird die «Strategie der zweiten Chance» nun auch auf andere SRF-Skandale und -Flops ausgeweitet.

1 Meldung im Zusammenhang
Für nächstes Jahr ist demnach auch bereits die Neuauflage des Sommer-Specials «anno1914» geplant. Laut gut unterrichteter Quellen ist «Schweiz aktuell»-Leiter Daniel Pünter schon mitten in den Vorbereitungen zu «anno2014» - ein durchaus spannendes Jahr am Vorabend des Dritten Weltkrieges zwischen Aufbruch und Tradition, Optimismus und Zweifel. Diesmal dürfen die Laiendarsteller alles «super», «mega» und «cool» finden, ohne damit sprachhistorisch total danebenzuhauen. Anders als bei der völlig spannungslosen Erstauflage wird 100 Jahre später der Medienskandal um einen Schweizer Stadtammann im Zentrum der «Scripted Living History»-Produktion stehen, in der es diesmal nicht an Detailtreue und Authentizität mangelt. Moderiert wird die Sommerloch-Sendung abermals von Michael Weinmann. Bei «anno2014» wird ihm aber sexy Michele Hunziker assistieren.

Auch zweite Chance für «Die Schweizer»
Weiter ist eine stark verbesserte Auflage des Doku-Dramas «Die Schweizer» in Planung: Die zweite Staffel unter dem neuen Namen «Die Schweizerinnen» soll der Kritik an einer zu männlichen Geschichtsschreibung Rechnung tragen. Ein 200-köpfiges Expertinnenteam aus feministischen Historikerinnen arbeitet seit März an der Auswahl der zu porträtierenden Schweizerinnen und konnte sich inzwischen bereits darauf einigen, dass in den Sitzungsprotokollen mindestens 50% aller verwendeten Substantive ein weibliches grammatisches Geschlecht aufweisen müssen.

Nochmals eine Chance bekommen auch die Live-Kommentatoren und Studio-Experten der vergangenen Fussball-WM. Auf SRF 2 werden alle WM-Spiele nochmals mit neuen, unerwarteten Emotionen, präzisen Kommentaren und fundierten Analysen im Studio nach-synchronisiert. Einzig für den Schweizer «Tatort» sind bisher noch keine Pläne bekannt. Insider vermuten aber, dass dieses Projekt schlicht nicht umgesetzt werden kann. Reto Flückiger hat nach zehn Folgen nämlich längst alle seine Chancen verspielt; es gibt einfach keine Hoffnung mehr, einen Schweizer Tatort noch besser hinzukriegen.

(Diana von Ow/Nebelspalter)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der medial schweizweit ... mehr lesen 1
Das Leben in der Freiheit scheint für Carlos bereits wieder vorbei zu sein. (Symbolbild)
 
 
Ety·mo·lo·gi̱e̱  Der besonders bei unterprivilegierten Gruppierungen bekannte Begriff «Pfarrersieber» ist ein Lehnwort für eine ganze Reihe von Gaststätten teils mit Hotelleriebetrieb [Brot-Egge, Sunestube, Pfuusbus]. Der Name «Pfarrersieber» hat sich seit nunmehr 90 Jahren... mehr lesen 
Karikatur des Jahres 2016  Der «Gezeichnet»-Publikumspreis für die ... mehr lesen
 
 
Leute von heute  Manche Frau will einen Millionär als Mann - Wencke Myhre, der norwegische Schlagerstar, begnügte sich ... mehr lesen  
Leute von heute  Von ihrer Mutter, einer ehemaligen ... mehr lesen
 
AKTUELLE AUSGABE
Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Februar-Ausgabe

Nebelspalter Nr. 02/2017  ist ab dem 27. Januar 2017 am Zeitschriften-Kiosk, im Abo oder als E-Paper-Download erhätlich. Zum Inhalt.

 

Nächste Ausgabe

Nebelspalter Nr. 3/2017

 

 

Der nächste
«Nebelspalter»
erscheint
am Freitag,
3. März 2017

 

NEBELSPALTER: OFT GELESEN
 
Stellenmarkt.ch
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 6°C 7°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 6°C 9°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 2°C 4°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 5°C 6°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 5°C 6°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Genf 8°C 8°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 7°C 14°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten