Editorial
Für alle etwas dabei
publiziert: Donnerstag, 4. Mai 2017 / 13:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Mai 2017 / 14:10 Uhr
 
 

Jenseits der zwei biologischen Geschlechter unterscheiden Gender-Forscher über 60 «soziale Geschlechtertypen»...

Liebe Leserinnen

Der Kampf für mehr Geschlechtergleichheit hat in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht, auch wenn weiterhin viel zu tun bleibt. Viele feministische Anliegen hat unsere Zeitschrift mit Überzeugung mitgetragen, so sind die Kosten für ein Jahresabo beispielsweise schon seit 1875 für beide Geschlechter gleich hoch. Auch dass der Nebi traditionell einen hohen Anteil männlicher Leser hat, kommt den Frauen oft zugute: Einmal monatlich mehrere Stunden freie Hand an der Fernbedienung, das hat schon einen gewissen Wert! Allen Frauen, die uns selbst lesen: Viel Spass!

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Liebe Leser

Der Nebi befasst sich in dieser Ausgabe mit dem «Gender-Wahn»? Ausgerechnet jetzt, wo die wütenden weissen Männer weltweit daran sind, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen? Wo das Rad der Geschichte endlich zurückgedreht wird in jene Zeit, in der alles noch seine natürliche Ordnung hatte - und in der ebendieses Rad erfunden wurde? Doch: Stimmt das Bild? Gender-Vielfalt ist nicht zwingend neu­modischer Kram! Im bolivianischen Amarete werden seit jeher zehn verschiedene Geschlechter unterschieden. Nordamerika­nische Indianer kannten neben Mann und Frau auch sogenannte «Two Spirits». Das ist leider vorbei. Heute müssen wir hinnehmen, dass der mächtigste Nordamerikaner nicht nur in Genderfragen von allen guten Geistern verlassen ist. Trotzdem oder gerade deshalb: auf eine geistreiche Lektüre!

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Lieb* Les*

In der Fachliteratur findet sich die Schätzung, dass bei rund 3 von 1000 Menschen das biologische und das gefühlte Geschlecht voneinander abweichen, und dass  rund 1 von 20 000 Personen diese Abweichung als akutes Problem erlebt. So gesehen sind von unseren 160 000 Lesern 8 Menschen persönlich von unserer Titelstory betroffen. Bei diesen Personen möchte ich mich als Chefredakt* dafür entschuldigen, dass wir in dieser Ausgabe Genderfragen aufs Korn nehmen. Wir haben leider keine Forschungsliteratur zur Humorfähigkeit der rund 50 heute unterschiedenen Gender-Identitäten gefunden, vertrauen aber darauf, dass allen bewusst ist: Den paar Dutzend Gender-Pointen dieser Ausgabe stehen in der Nebi-Geschichte Zehntausende von klassischen Männer- und Frauenwitzen gegenüber.

(Marco Ratschiller/Nebelspalter)

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